Schulprogramm der Realschule Himmelsthür

Die Realschule Himmelsthür ist eine von zwei staatlichen Realschulen in Hildesheim. Unsere Schule liegt an den Innerste Auen mitten im Grünen und wird von 424 Schülerinnen und Schülern besucht. 30 Lehrkräfte und 4 Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst unterrichten in den Jahrgängen 5-10. Alle Jahrgänge sind dreizügig.

 

Das Schulprogramm der Realschule Himmelsthür entsteht in vielen Gesprächen, in der Zusammenarbeit vieler Beteiligter und über einen längeren Zeitraum hinweg. Es ändert sich mit der Zeit, genauso wie sich die Schule, das Lernen und die Bedingungen des Lernens verändern. Das Schulprogramm unterliegt einem ständigen Evaluierungsprozess und wird von der Schulgemeinschaft getragen.

Für das Schulprogramm liegt nun - nach der ersten Fassung aus dem Jahre 2007/2008 - die dritte Revision vor.

 

Ausgangslage:

Die Realschule Himmelsthür nimmt zahlreiche Aufgaben wie z. B. Förderung der Schulgemeinschaft durch sozialpositive Angebote und die Förderung und Unterstützung leistungsschwächerer Schüler wahr. Das Fordern und Fördern derjenigen Schüler, die einen höherwertigen Bildungsabschluss anstreben sowie die Schaffung von Voraussetzungen Schülerinnen und Schüler motiviert, sozial engagiert und selbständig auf das Berufsleben vorzubereiten liegt uns am Herzen. Eine vertiefende Arbeit im Bereich Berufsorientierung ist für uns selbstverständlich. Neben diesen zahlreichen Aufgaben haben wir uns für die nächsten Jahre folgende Aufgabenschwerpunkte gesetzt:

 

1. Schwerpunkt: Freiwillige Teilnahme aller an Schule Beteiligter an

der großen Offensive zur Entwicklung der Unterrichtsqualität - unterstützt

von der Landesschulbehörde Hannover -

Mit Befürwortung des Schulvorstandes und des Gesamtelternrates, sowie mit einem einstimmigen Beschluss der Gesamtkonferenz, nahmen Kolleginnen und Kollegen des 5. und des 7. Schuljahrgangs an einer Fortbildungsmaßnahme teil, die sich über zwei Schuljahre erstreckte (2010 - 2012).

Die Realschule Himmelsthür bildete ein Team mit der Realschule Eschershausen, der Hauptschule Gronau und der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Gronau. Pro Schulhalbjahr umfasste die Fortbildung der Lehrkräfte zweieinhalb Tage.

Die Fachkolleginnen Deutsch, Mathematik und Englisch der oben genannten Jahrgänge erarbeiteten sich in vier einzelnen Bausteinen Methoden zur Verbesserung des selbständigen Arbeitens, die sie an die weiteren Fachlehrkräfte in ihren Klassenteams sowie an die Schülerinnen und Schüler weitergaben.

Das Methodenlernen umfasst ca. zwölf Unterrichtsstunden pro Schulhalbjahr, strukturiert in kleinen Blöcken, in denen die Kinder an Formen des eigenverantwortlichen Arbeitens herangeführt werden. Im Fachunterricht erfolgt dann das vertiefende Training.

Im Mittelpunkt stehen die so genannten Schlüsselqualifikationen, die für Schule, Beruf und Studium grundlegend sind. Folgende Module werden regelmäßig bearbeitet und erweitert.

Lern- und Arbeitskompetenz

Selbstgesteuertes Lernen

Teamentwicklung

Kommunikationskompetenzen

Den Eltern ist dieses Verfahren im Gesamtelternrat und auf dem Gesamtelternabend erläutert worden. Ziel ist eine aufsteigende Erfassung der gesamten Schule.

Für die Implementierung und Einbindung des Kollegiums ist die Steuerungsgruppe zur Schulentwicklung/Methodentraining - Sprecherin Frau Freyer - verantwortlich.

Nach Abschluss dieser Maßnahme soll weiter zu dieser Thematik gearbeitet werden. Besonders das Thema „Das Lernen lernen“ soll vorerst einen schuleigenen Schwerpunkt bilden, da wir feststellen mussten, dass die Methodenkompetenz der neu eingeschulten 5. Klassen weiterhin der Optimierung bedarf.

Die Einführung von Methodentraining sowie die Einführung eines schuleigenen Arbeitsplanes sind vorgesehen. Hierzu ist die Implementierung einer Steuerungsgruppe „Unterrichtsqualität“ mit interessierten Kolleginnen und Kollegen erfolgt.

 

2. Schwerpunkt: Weiterführung des bestehenden und positiv

angenommenen Sportprofils.

Bewegung ist ein unverzichtbarer Bestandteil einer modernen ganzheitlichen Bildung und Erziehung. Einer der wichtigsten Schwerpunkte im Schulprogramm der Realschule Himmelsthür ist daher das Profil „Sport“.

Die grundlegenden didaktischen Leitprinzipien des modernen Sportunterrichts an der Realschule Himmelsthür sind die unterschiedlichen Sinngebungen des Sporttreibens: Sport als Wettkampf und Leistung, Sport als Spaß und Freude, Sport als ästhetisches Empfinden, Sport als geselliges Ereignis, Sport als Erhaltung der körperlichen Fitness und Sport als Erlebnis, Wagnis und Abenteuer.

Sportprofil:

Seit dem Schuljahr 2006/2007 hat die Realschule Himmelsthür bereits eine Sportklasse eingerichtet. Ziel ist es, sportlich begabte und begeisterte Schülerinnen und Schüler bzw. leistungsstarken Nachwuchs an der Schule zu konzentrieren, ihnen die Möglichkeiten einer optimalen Förderung ihres sportlichen Talents zu geben und ihre schulische, pädagogische und soziale Betreuung neben dem Training sicherzustellen und Schule und Training zu koordinieren (s. Konzeption Sportklasse).

Umsetzung:

5. Jahrgang Verpflichtend eine 3. Sportstunde. Vorrecht bei der Wahl der Sportarbeitsgemeinschaften.

6. Jahrgang Verpflichtend eine 3. Sportstunde. Vorrecht bei der Wahl der Sportarbeitsgemeinschaften.

7. Jahrgang Durchführung von 2 verpflichtenden Sportsamstagen in Kooperation mit den Sportvereinen (Handball, Badminton, Kanu). Durchführung eines Tenniscamps an 2 Projekttagen.

8. Jahrgang Fortführung der Kooperationen. Angebot eines Wahlpflichtkurses:

„Gesund Leben Lernen“ Sport und Gesundheit

9. Jahrgang Fortführung der Kooperationen. Angebot eines Wahlpflichtkurses:

„Gesund Leben Lernen“ Sport und Gesundheit

10. Jahrgang Teilnahme an Sportveranstaltungen Jahrgangsübergreifend findet jedes Jahr eine zehntägige Skifreizeit statt.

 

Leistungsbewertung:

An der Realschule Himmelsthür wird jede Schülerin, jeder Schüler in seinen sportlichen Leistungen aber auch in seinem individuellen Lernfortschritt gewürdigt. Die Sportnote und –beurteilung setzt sich maßgeblich aus der motorischen Leistungsfähigkeit (Sport-, Lauf-, Schwimmabzeichen, Cooper-Test, …) und der Aktivität im Sportunterricht (Lern- und Sozialverhalten: Fair Play, Teamfähigkeit, Hilfsbereitschaft, Verlässlichkeit, Leistungsbereitschaft, …) zusammen. Die Beurteilungskriterien sind transparent, es erfolgt ein regelmäßiger Austausch zwischen Schülern und Lehrkräften, die Schüler werden in den Prozess der Leistungsbeurteilung mit einbezogen.

Sportfeste:

Sportfeste sind ein wesentlicher Bestandteil einer bewegten Schule und bereichern das Schulleben der Realschule Himmelsthür. Bei Sportfesten fällt kein Unterricht aus, sie sind Unterricht.

Verpflichtend für alle Schüler ist die Teilnahme z.B. an den schulinternen Bundesjugendspielen in der Leichtathletik. Zweimal im Schuljahr organisiert die Realschule Himmelsthür ein Flagfootballturnier für alle Schulen des Landkreises Hildesheim.

Schulmannschaften:

Die Schulmannschaften haben an der Realschule Himmelsthür einen besonderen Stellenwert. Sie sind Botschafter der Schule. Die Realschule Himmelsthür nimmt mit ihren Schulmannschaften an folgenden Wettbewerben und Wettkämpen teil:

„Jugend trainiert für Olympia“ Fußball: Jungen und Mädchen

„Jugend trainiert für Olympia“ Handball

„EVI Schulschwimmmeisterschaften“

„Flagfootballturnier“

Regelmäßig werden Wettkämpfe und Turniere besucht (Fußballturniere, Volleyballturniere sowie Basketballturniere der HildesheimernSchulen, Wedekindlauf etc.)

Bereits zwei Mal wurden wir als „Sportfreundliche Schule“ zertifiziert. Aus diesem Anlass werden die einzelnen Bereiche vom Fachbereich Sport regelmäßig evaluiert und überarbeitet.

 

3. Schwerpunkt: Profil Europaklasse

Seit dem Jahr 2005 ist die Realschule Himmelsthür anerkannte Europa Schule.

Schulpartnerschaften:

Im Rahmen von Comeniusprojekten wurden bereits viele Kontakte zu europäischen Schulen geknüpft. Hierzu gehören seit 2009 Schulen in Schweden, in der Türkei und Rumänien. Mit den folgenden Schulen verbindet uns seit 2002 eine sehr enge Freundschaft.

Frankreich/Murat-le-Quaire, Collège Auvergne Sancy (265 Schüler, 42 Lehrer)

Polen/Bialystok, Publiczne Gymnazjum Nr. 2 (540 Schüler, 53 Lehrer)

Mit unserer französischen Partnerschule findet zweimal im Jahr ein Schüleraustausch statt. Dieser Austausch findet jahrgangsübergreifend für Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 6-10 statt. Darüber hinaus haben sich viele private Kontakte zu den Gastfamilien entwickelt.

Einzelne Schülerinnen und Schüler unserer Schule besuchen bzw. besuchten unsere

Partnerschule für ein halbes bzw. für ein Jahr. Unsere Schule hat auf diesem Wege für längere Zeit eine Schülerin aus Frankreich aufgenommen.

Seit diesem Schuljahr haben wir einen weiteren Kontakt zu einer polnischen Schule in Darlowo aufgebaut. Der erste Besuch dieser Schule findet im September 2016 statt. Regelmäßiger E-Mail Austausch mit den Partnern ist ein Bestandteil des Unterrichts. Außerdem werden gemeinsame Themen wie z.B. ein Winterwörterbuch, Erfahrungen aus dem Alltag, Stadtführungen erarbeitet. Die Kreativität im Umgang mit der Sprache sowie die Nachhaltigkeit des Lernens sind wichtige Aspekte unseres Lernens.

Im 8. Jahrgang findet verpflichtend eine Jahrgangsfahrt nach England / Hastings statt. Hier lernen die Schüler die britische Lebensweise in Gastfamilien kennen und besuchen an zwei Tagen die Hauptstadt London.

Sprachangebot:

In den Jahrgängen 5-7 gibt es jeweils eine Sprachenklasse mit dem Schwerpunkt „Englisch“. In diesen Klassen werden die Fächer Musik und Kunst sowie später die Fächer Geschichte und Erdkunde auf Englisch unterrichtet.

Ab dem Jahrgang 6 wird Französisch angeboten und im 9. Jahrgang besteht die Möglichkeit Italienisch zu wählen.

Weitere Angebote:

Das Wahlpflichtkursprogramm beinhaltet Kurse zum Thema „Europa“.

Hier wird neben der Topographie, die politische Situation Europas thematisiert. Schwerpunkte bilden politische und soziale Besonderheiten einzelner Nationen im europäischen Kontext. Hierzu gehört u.a. auch das Kochen von Nationalgerichten.

Der Fachbereich Sprachen wird sich federführend um die weiteren Belange der "Europaschule" kümmern. Ebenfalls ist eine Steuerungsgruppe "Europa" eingerichtet.

 

4. Schwerpunkt Umweltschule

Ein Schwerpunkt unseres Schulpragramms ist unsere Arbeit als Umweltschule in Europa. Umweltschule in Europa ist kein Wettbewerb, sondern ein Kooperationsprojekt für Schulen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung.

Statt zu konkurrieren wird von einander und miteinander gelernt - in der eigenen Schule, mit den Eltern, im Kontakt mit anderen Schulen und zu außerschulischen Partnern. Es geht nicht um kurzfristige Erfolge, sondern um dauerhafte Veränderungen. Die gemeinsame Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern in der Umweltschule ist als Prozess zu verstehen. Wir sind nicht die perfekten Umweltschützer und fangen in jedem Jahrgang wieder neu an. Wir lernen z.B. so etwas wie die Mülltrennung und das Sparen von Energieressourcen (Licht aus,

Stoßlüften etc.) Für den Projektzeitraum 2015-2017 planen wir das Folgende:

 

1. Handlungsfeld:

Umweltsparende Ressourcen entdecken und umsetzen; Nachhaltigkeit fördern

Allgemeine Informationen zum 1.Handlungsfeld:

Wir wollen für unsere Schule, dass Müll vermieden und besser getrennt wird, Energie eingespart und die Sauberkeit im Schulgebäude bzw. auf dem gesamten Schulgelände verbessert wird. Nach wie vor kommt es gelegentlich zu Verschmutzungen im Schulgelände, Klassenräumen und Fluren.

Trotz verschiedener Mülleimer wird Müll nicht oder nur unzureichend getrennt. Wir möchten das Bewusstsein und Verhalten der Schüler dahingehend verändern und weiterentwickeln. Alle Schülerinnen und Schüler sollen sich verantwortlich fühlen.

 

Detaillierte Informationen zum 1. Handlungsfeld:

Qualitätsbereiche Ist-Zustand Zielsetzung

1.1 Schulleben/

Partizipation/Projekt

Beteiligte

Projektarbeit im Klassenverband sowie in einem Wahlpflichtkurs Einbeziehung möglichst aller Schüler der Schule, einiger Eltern und Kollegen

1.2 Ressourcen

Eine Lehrkraft unterrichtet einen Wahlpflichtkurs, welcher mit finanziellen Mitteln des

Schulfördervereins unterstützt wird. Eine weitere Lehrkraft soll sich mit dem Projekt in einem Wahlpflichtkurs 2014/15 jahrgangsübergreifend am Projekt“Umweltschule“ in Europa/Internationale Agenda 21 beteiligen, das Vorhandene vervollständigen und ausbessern sowie Finanzmittel aus dem Schulförderverein erhalten.

1.3 Unterricht

Bisherige Projekte wurden durch die Lehrkräfte im Fachunterricht unterstützt.

Die Projektarbeit soll jahrgangsübergreifend ausgeweitet und mit anderen

Projekten verzahnt werden.

1.4 Kompetenzen

Planungs-und Gestaltungskompetenz, Schulung zu umweltbewusstem Handeln Erneute Sensibilisierung des Bewusstseins und Schulung umweltbewussten Verhaltens bei Müllvermeidung, -trennung undEinsparung der Energie; Teamfähigkeit, Planungs – und Gestaltungskompetenz

1.5 Kooperationsbeziehungen und Öffentlichkeitsarbeit

Zur Zeit keine relevanten Kooperationen

Kooperation mit dem Hausmeister und dem Reinigungspersonal; Kooperation mit benachbarter Hauptschule; lokale Pressearbeit, Einrichtung eines Ordners auf der

Schulhomepage

1.6 Leitbild

Umweltlinien werden beschlossen und veröffentlicht. Das Leitbild ist insofern berücksichtigt, dass die Schülerschaft zu Verantwortung und Selbstständigkeit erzogen wird. Die gefassten Beschlüsse sollen nachgebessert, vertieft und umgesetzt werden.

1.7 Schulmanagement

Die Schulleitung unterstützt das Projekt ebenso wie der Fachbereich Biologie und einige Fachlehrer. Unterstützung durch die Schulleitung, durch den Fachbereich und die Kollegen, Gremienarbeit; Einbeziehung der Eltern

1.8 Fortbildung/Veranstaltungen zum Handlungsfeld, Mitwirkung im Netzwerk

Besuch von Netzwerktreffen Besuch von Fortbildungen, Besuch

von Partnerschulen

Ziel ist es im Projektzeitraum 2013-2015 als Umweltschule in Europa ausgezeichnet zu werden.

 

2. Handlungsfeld:

Biologische Vielfalt-Artenvielfalt auf dem Schulgelände unterstützen

Allgemeine Informationen zum 2. Handlungsfeld:

Wir wollen das bereits vorhandene Insektenhotel ausbessern und teilweise erneuern. Darüber

hinaus sollen durch Neuanpflanzungen die Artenvielfalt auf dem Schulgelände gesteigert werden.

Detaillierte Informationen zum 2. Handlungsfeld:

Qualitätsbereiche Ist-Zustand Zielsetzung

1.1 Schulleben / Partizipation / Projekt-Beteiligte

Schülerinnen und Schüler des WPK Umwelt Fachlehrer

Einbeziehung vieler Schülerinnen und Schüler der Schule, einiger Eltern und Fachkollegen

1.2 Ressourcen

Lehrerstunden, Miteinbeziehung von Helfern bei der Durchführung der Baumaßnahmen, handwerkliche Unterstützung durch Werklehrer, finanzielle Unterstützung durch den Schulförderverein

1.3 Unterricht

Das Projekt wird durch den Fachunterricht/Fachbereich Biologie unterstützt.

Die Projektarbeit soll jahrgangsübergreifend ausgeweitet und mit anderen Projekten verzahnt werden.

1.4 Kompetenzen

Das Projekt und die Durchführung, Umgang mit Werkzeug und Material

Insekten und Pflanzen kennen lernen, durch den Umbau und die Neuanpflanzungen

verbesserte Bedingungen für die Lebewesen in der Umgebung schaffen, Organisation und Durchführung sowie Erlernung neuer Techniken im Bereich Werken

1.5 Kooperationsbeziehungen und

Öffentlichkeitsarbeit

Anleitungen/Tipps zum Bau von Insektenhotels durch den Nabu

1.6 Leitbild (s. Handlungsfeld 1)

Die gefassten Beschlüsse sollen nachgebessert, vertieft und umgesetzt werden.

 

5. Schwerpunkt: Weiterführung und Ergänzung des Berufsorientierungskonzepts von der Grundschule zur Ausbildungsreife oder Abitur

 

Konzept zur Berufsorientierung an der Realschule Himmelsthür

Das Berufsorientierungskonzept ist ein wichtiger Teil des Schulprogramms der Realschule Himmelsthür und stellt die zentralen Ziele der Berufsorientierung in den Vordergrund. Die vielfältigen berufsorientierenden Maßnahmen sollen die Schülerinnen und Schüler zu einer erfolgreichen Lebensbewältigung befähigen sowie zu einer Berufswahlentscheidung beitragen, die sowohl den persönlichen Voraussetzungen des Schülers als auch den Gegebenheiten des Arbeitsmarktes entspricht. Folgende Maßnahmen werden an der Realschule Himmelsthür im Rahmen der Berufsorientierung in den Jahrgängen 7 bis 10 durchgeführt. Zukunftstag für Jungen und Mädchen

Der Zukunftstag soll Mädchen und Jungen die Möglichkeit geben, geschlechteruntypische Berufe kennenzulernen. Sie können am Zukunftstag Betriebe, Hochschulen und Einrichtungen kennen lernen und Berufe erkunden, die sie selbst bisher nicht in Betracht ziehen. Mädchen haben so die Möglichkeit „typische Männerberufe" in Technik und Naturwissenschaft kennen zu lernen, Jungen sollen die eher „typischen Frauenberufe" z. B. in Pflege und Erziehung entdecken.

 

Potenzialanalyse im 7. Jahrgang

Die Entscheidung für einen Beruf fällt vielen Schülerinnen und Schülern sehr schwer. Die Jugendlichen müssen dazu ihre persönlichen Stärken und Schwächen, ihre Talente und Kompetenzen kennen und einschätzen können. Nur dann sind sie in der Lage, in den notwendigen Abstimmungsprozess zwischen den Anforderungen eines Berufes und den eigenen Möglichkeiten einzutreten, der für eine fundierte Berufswahl notwendig ist. Die Realschule Himmelsthür führt hierzu in Kooperation mit der Handwerkskammer Niedersachsen ein Verfahren zur Ermittlung der persönlichen Stärken und der Entwicklungspotenziale durch.

Diese Potenzialanalyse besteht aus mehreren Aufgaben, die die Jugendlichen erledigen. Zusätzlich werden Fragebögen eingesetzt. Die Schülerinnen und Schüler schätzen ihre Kompetenzen zudem selbst ein. Die Beobachtungen und Bewertungen der Lehrkräfte sowie die Selbsteinschätzung der Schülerinnen und Schüler fließen in ein Schaubild, das sogenannte „Kompetenzprofil“, ein. Dieses individuelle Stärkenprofil ist das Ergebnis des Verfahrens, das als fundierte Grundlage für das

anschließend stattfindende Rückmeldegespräch dient, in dem überlegt wird, wie eine sinnvolle Berufswegeplanung erfolgen kann.

 

Berufsorientierung im Berufsbildungszentrum (JumbO) im 8. Jahrgang

Ausbildungsbetriebe kritisieren immer wieder die ungenügende Ausbildungsfähigkeit junger Menschen und wünschen sich, dass der Unterricht stärker an den Anforderungen der Arbeitswelt orientiert ist. Mit einem neuen praxisorientierten Projekt, das Jugendliche bei der Berufsorientierung unterstützt, macht die Realschule Himmelsthür einen weiteren Schritt in diese Richtung. Im Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen erhaltendie Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten in unterschiedlichen Berufsgruppen zu entdecken.

Zwei Wochen „arbeiten“ die Schülerinnen und Schüler in Vollzeit in den Werkstätten des Berufsbildungszentrums (BBZ) und lernen dabei verschiedene Berufsfelder kennen. Für die Schülerinnen und Schüler sind die Arbeitstage mit den handwerklichen Aufgaben eine Herausforderung, die sie mit viel Ehrgeiz und Spaß meistern. Es stehen sieben Berufsgruppen mit einer Kombination aus jeweils drei Gewerken zu Verfügung (Holz, Maler/Lackierer, Verkauf, Metall, Elektrotechnik, Kosmetik und Friseur).

Jede Schülerin und jeder Schüler verbringt jeweils drei Tage in den drei Gewerken einer selbst gewählten Kombination, um dort überwiegend praktisch zu arbeiten und grundlegende Tätigkeiten zu erproben. Dafür stellen die Lehrwerkmeister des Berufsbildungszentrums unterschiedliche Aufgaben zusammen. Das Projekt wird von Lehrkräften der Realschule Himmelsthür intensiv begleitet.

 

Berufsschulpraktikum im 8. Jahrgang

Im 8. Jahrgang nehmen unsere Schülerinnen und an einem fünftägigen Berufsschulpraktium teil, das sehr praxisnah und handlungsorientiert ausgerichtet ist. Dabei besuchen sie an vier Tagen die Werkstätten der Walter-Gropius-Schule und an einem Tag die Werner-von-Siemens-Schule. An diesen Tagen haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit unter Anleitung der Ausbilder in

den Werkstätten der Holz- sowie Metalltechnik verschiedene Werkstücke anzufertigen. Durch diese praktischen Übungen lernen die Schülerinnen und Schüler diese beiden Berufsfelder näher kennen und können ihre eigenen Fähigkeiten zielgerichtet ausprobieren.

 

Betriebspraktikum im 9. Jahrgang

Im 9. Jahrgang findet ein dreiwöchiges Schülerbetriebspraktikum statt. Sinn und Zweck eines solchen Praktikums ist es, dass die Schülerinnen und Schüler die Arbeitswelt kennen lernen und Gelegenheit haben, sich in einem vorher selbst ausgewählten Beruf auszuprobieren. So wird ihnen ermöglicht, schon früh zu erfahren welche berufliche Richtung sie später einschlagen möchten.

Während des Zeitraums des Praktikums führen die Schülerinnen und Schüler eine

Praktikumsmappe, die vielfältige Aufgabenstellungen enthält. Die inhaltliche Vor- und

Nachbereitung findet hauptsächlich im Fach Wirtschaft statt aber auch in Fächern wie Deutsch wird das Betriebspraktikum thematisiert. Im Wirtschaftsunterricht wird zu Beginn

des 9. Schuljahres damit begonnen, einen Praktikumsberuf zu finden, der den Fähigkeiten der Schülerinnen und Schülern in einem möglichst hohen Maß entspricht. Nach Durchführung wird das Betriebspraktikum im Wirtschaftsunterricht reflektiert und nachbereitet, wobei dabei die Möglichkeit besteht Mitschülern oder Eltern die gesammelten Erfahrungen zu präsentieren.

 

Bewerbertraining im 9. Jahrgang

Die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen nehmen regelmäßig an einem eintägigen Bewerbertraining der AOK teil. Ziel dieses Trainings ist, dass die Schülerinnen und Schüler durch praktische Übungen erfahren was beim Bewerbungsverfahren sowie beim Einstellungstest wichtig ist und wie ein Bewerbungsgespräch abläuft. Dabei werden verschiedene handlungsorientierte Methoden wie Fallstudien und Rollenspiele eingesetzt und aktuelle Beispiele aus Bewerbungsgesprächen thematisiert.

 

Berufsberatung im 9. und 10. Jahrgang

Für die Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen finden an der Realschule Himmelsthür mehrere Termine zur Berufsberatung statt. Diese werden von Berufsberatern des Berufsinformationszentrums (BIZ) an unserer Schule durchgeführt. Die Berufsberatung beginnt zunächst im Klassenverband und wird anschließend in Einzelgesprächen vertieft. Die Einzelgespräche beginnen bereits im 9. Jahrgang und werden kontinuierlich bis zum 10. Jahrgang weitergeführt.

Die Schülerinnen und Schüler bekommen im Rahmen der Berufsberatung zahlreiche Informationen zu betrieblichen und schulischen Ausbildungsmöglichkeiten und der schulischen Weiterbildung. Und werden von den Berufsberatern beim Schreiben von Bewerbungen unterstützt. Darüber hinaus bekommen die Schülerinnen und Schüler von den Berufsberatern in regelmäßigen Abständen Informationen zu freien Ausbildungsplätzen in der Region Hildesheim. Oftmals organisieren die

Klassenlehrer der 9. Klassen noch zusätzliche Bewerbungstrainings, die dann an Projekttagen an unserer Schule durchgeführt werden.

Teilnahme an der „Ausbildungslinie“ und am Ausbildungsplatzmatching im 10. Jahrgang

Im Schuljahr 2011/2012 nahmen die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs der Realschule Himmelsthür an dem von der Stadt Hildesheim organisierten Projekt „Ausbildungslinie“ teil. Dabei konnten sie mehrere Unternehmen ihrer Wahl anzuschauen und Einblick in unterschiedliche Ausbildungsberufe zu bekommen.

Hierzu zählten unter anderem die Löseke-Fabrik, das Autohaus Schünemann, die Robert-Bosch-GmbH, die Diakonischen Werke, die EVI, das Medienhaus Gerstenberg, das Modehaus Kressmann, Stammelbach, das St. Bernward Krankenhaus, die Volksbank, die Sparkasse, die Gemeinnützige Baugesellschaft Hildesheim und die Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen.

Die teilnehmenden Betriebe boten individuelle, ihren Ausbildungsangeboten entsprechende Informationsprogramme wie Führungen, Präsentationen oder Probearbeiten an. Die IHK führte für interessierte Schülerinnen und Schüler ein Bewerbungscoaching durch. Die Busse der SVHI pendelten zwischen den Betrieben hin und her und alle Teilnehmer der Ausbildungslinie erhielten ein Armband, das sie an diesem Tag berechtigte, kostenfrei im Stadtliniennetz von Hildesheim zu

fahren.

Aus organisatorischen Gründen wurde in den letzten Jahren nicht an der Ausbildungslinie teilgenommen. Für das Schuljahr 2014/2015 ist eine Teilnahme geplant. Das Ausbildungsplatzmatching der Handwerkskammer wird bereits im Schuljahr 2013/2014 wieder angeboten. Bei diesem Matching führt eine Mitarbeiterin Handwerksbetriebe mit freien Ausbildungsplätzen mit interessierten Schülerinnen und Schülern zusammen und begleitet den Bewerbungsprozess.

Ebenfalls kommen wir gerne unserer Verpflichtung als ausgezeichnete „Ausbildungsfreundliche Schule“ nach.

 

Bereits die Schulprogramme der Realschule Himmelsthür für die Jahre

2008 - 2015 konnten diese Schwerpunkte aufweisen, an denen wir bisher

kontinuierlich arbeiten.

 

6. Überprüfung unserer Leistungen

1. Schwerpunkt: „Unterrichtsqualität“

Überprüfung durch interne Evaluation

Wurde eine Steuerungsgruppe eingerichtet?

Ist ein Arbeitsplan erstellt worden?

Wurden Methodentage durchgeführt und der Situation angepasst?

2. Schwerpunkt: „Sportprofile“

Zertifizierung zur „Sportfreundlichen Schule“

3. Schwerpunkt: „Europa“

Zertifizierung zur „Anerkannten Europaschule“

4. Schwerpunkt: „Berufsorientierung“

Zertifizierung zur „Ausbildungsfreundlichen Schule“

5. Schwerpunkt: „Umwelt“

Zertifizierung zur „Umweltschule in Europaschule“

 

Realschule Himmelsthür
Jahnstr. 25
31137 Hildesheim 

Telefon: 05121/3018300

E-Mail: rs-himmelsthuer@

schulen-hildesheim.de

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